Immer schön sachlich bleiben

Pfalz-Jugendherberge
Hans-Geiger-Str. 27
67467 Neustadt an der Weinstraße
Deutschland

EIN THEORIE-PRAXIS-WOCHENENDE ZUR SACHLICHEN WISSENSVERMITTLUNG IN AKADEMIE UND SCHULE

Auf einem Hintegrund aus gelben Karteikarten liegt eine dunkelgrüne Sprechblase aus Papier. Darauf liegen 3 gelbe kleine Papierkugeln in Form dreier Punkte.
Bild: Volodymyr Hryshchenko / Unsplash

15 Lehrer:innen, 10 Wissenschaftler:innen, 1 Wochenende! Im Oktober 2022 wollen wir ein ganz neues Dialogformat erproben. Lehrkräfte aus der schulischen Praxis verbringen mit Forschenden von Uni und PH Heidelberg ein Wochenende in einem Tagungshaus – und diskutieren gemeinsam die großen Herausforderungen unserer Zeit. Das Leitthema dabei heißt „Sachlichkeit“ und im Zentrum steht die Frage: Wie können kontroverse Themen „sachlich“ in Schule und Akademie verhandelt werden?

Im Umgang mit kontroversen Themen haben Wissenschaft und Schule ein gemeinsames Problem: Sachlichkeit. Es gibt keine Produktion und Kommunikation von Wissen, die nicht vor dem Hintergrund bestimmter Grundüberzeugungen und Erfahrungsräume steht. Und gleichzeitig sind Wissen und Vermittlung bezogen auf ganz konkrete Gegenstände, die sachgerecht verhandelt und verstanden werden sollen.
Perspektivbewusstsein und Methodenwissen werden damit zu elementaren Diskursbedingungen. Das gilt insbesondere für gesellschaftliche „Hot Topics“ wie Klima, Gender oder Digitalisierung, für die unsere Seminar- und Klassenzimmer zentrale Orte der Information, Diskussion und Kritik bilden.

Im Rahmen dieses Theorie-Praxis-Wochenendes sind Lehrkräfte aller Schularten und Fächer daher herzlich eingeladen, gemeinsam mit Fachwissenschaftler:innen über ein breites Spektrum aktueller Gesellschaftsthemen zu diskutieren. Ziel ist der Austausch von wissenschaftlichem und praktischem Wissen. Das Wochenende soll Gespräche über die professionellen Fach- und Erfahrungshintergründe hinweg ermöglichen, von dem akademische wie schulische Beteiligten gleichermaßen profitieren. Auf zweiter Ebene geht es uns darum, aus der Erfahrung und Reflexion der eigenen Diskussionen heraus zu fragen, wie (viel) Sachlichkeit in Bildungszusammenhängen möglich, nötig und sinnvoll ist.

ABLAUF UND THEMEN

In mehreren Runden stellen Forschende der Universität und der Pädagogischen Hochschule Heidelberg kompakt und verständlich den Kenntnisstand zu verschiedenen Brennpunktthemen vor. Geplant sind wissenschaftliche Impulse zu folgenden Themen:

  • Moralisierung und ethische Rechtfertigung (Dr. Maria Becker, Germanistisches Seminar der Universität Heidelberg; Jun.-Prof. Dr. Tom Wellmann, Philosophie und ihre Didaktik, PH Heidelberg)
  • Klimawandel (Prof. Dr. Werner Aeschbach, Institut für Umweltphysik der Universität Heidelberg)
  • Gender Studies (Prof. Dr. Katja Patzel-Mattern, Historisches Seminar der Universität Heidelberg)
  • Ideologie und Ideologiekritik (Dr. Rasmus Nagel, Theologische Fakultät der Univ. Heidelberg / FEST)
  • Digitalisierung (Dr. Gernot Meier, Ekiba-Landesbeauftragter für Ethik und Theologie der Digitalisierung; Mitglied des Institute for Machine Learning and Analytics – IMLA)
  • Data Science (Dr. Jan Fuhrmann, Institut für Angewandte Mathematik der Universität Heidelberg)
  • Mental Health (Shalimar Klee, Jugendlichenpsychotherapeutin und Diplom-Sozialarbeiterin)

Von dort aus kommen die Wissenschaftler:innen ins Gespräch mit Lehrkräften aus der schulischen Praxis. Wir widmen uns inhaltlichen wie pädagogischen Rück- und Weiterfragen, suchen den kritischen Austausch und fragen nach Vermittlungsperspektiven, die es uns erlauben, selbst einen sachgemäßen Umgang auch mit schwierigen Themen zu gewinnen – und diesen weiterzugeben.

Detailliertere Informationen zum Programm und eine Übersicht zu den geplanten Vorträgen folgen.

WEITERE INFORMATIONEN UND ANMELDUNG

Interessierte Lehrkräfte aller Schularten und Fächer werden gebeten, sich bis 18. September 2022 bei Dr. Dennis Dietz anzumelden. Die Kapazitäten sind begrenzt; insgesamt können max. 25 Personen aus Wissenschaft und Schule teilnehmen.

Die Heidelberg School of Education übernimmt die Kosten für Unterkunft und Verpflegung im Tagungshaus. Voraussetzung ist eine durch die HSE bestätigte Anmeldung. Die Vorträge sind kostenfrei.

RSS-Feed