TP 3: Stärkung der Professionsorientierung

Um eine Stärkung der Berufsfeldbezogenheit der Lehrer/innenbildung zu erreichen, werden im 3. Teilprojekt drei zentrale Aspekte in den Blick genommen:

1. Reflektierte Praxiserfahrungen während des Studiums
Durch diverse wissenschaftlich begleitete Praktika in der Bachelor- und Master-Phase wird die Schulpraxis optimal in das Studium integriert. Die Praktika werden in kooperativen Begleitveranstaltungen vor- und nachbearbeitet sowie durch Lehrenden- und Peer-Feedback u. a. auf der Basis von E-Portfolios betreut. Die jahrelangen positiven Erfahrungen der Pädagogischen Hochschule mit den Orientierungspraktika und dem Integrierten Semesterpraktikum fließen hier ebenso ein wie Inhalte des Moduls "Personale Kompetenzen" der Universität.

2. Aufbau von Beratungskompetenz
Die Entwicklung von Kompetenzen bei angehenden Lehrerinnen und Lehrern für ihre spätere Beratung von Schüler/innen und Eltern knüpft an das Modul "Personale Kompetenzen" der Universität und an ein Counselling-Programm der Pädagogischen Hochschule an. Die forschungsbasierten Lehrveranstaltungen zu thematischen Schwerpunkten wie Personale Ressourcen und Beziehungsgestaltung, Strukturierung des Beratungsprozesses oder Problemlösung und -bewältigung umfassen u.a. Kenntnisse in Diagnostik von Lernvoraussetzungen und Fördermöglichkeiten sowie in Gesprächsführung; sie sind mit dem Cluster "Kompetenz und Profession" vernetzt.

3. Forschungsbasierte Fort- und Weiterbildung für Lehrkräfte
Geplant sind Maßnahmen zur stärkeren Integration der Lehrer/innenfort- und -weiterbildung in die wissenschaftliche Lehrer/innenbildung der Hochschulen. In unterschiedlichen Präsenz- und Blended-Learning-Formaten, auf E-Learning-Plattformen und im Rahmen des "Teachers’ Day" wird unter Einbeziehung der vorhandenen Weiterbildungsangebote sowie eines Forschungs- und Nachwuchskollegs der Pädagogischen Hochschule ein Programm mit drei Schwerpunkten entwickelt:

  • Aktualisierung des fachwissenschaftlichen und fachdidaktischen Wissens von Lehrkräften,
  • Themen der professionellen Handlungskompetenz (z.B. innovative Lehr-Lern-Formen, adaptive Gestaltung von Unterricht, Inklusion) sowie
  • Kontakte mit aktuellen Forschungsprojekten, die auch die weitere wissenschaftliche Qualifikation von Lehrkräften fördern können.