Deeper Learning Initiative – Join the movement!

UNSERE ZIELE

Wegen der Entwicklung künstlicher Intelligenz werden menschliche Fähigkeiten wie Problemlösen, Kreativität und Sozialkompetenz an Bedeutung gewinnen. Nicht nur ist der Mensch den Maschinen in diesen Bereichen überlegen. Es sind zugleich diese Fähigkeiten, durch die er Selbstbestimmung, Zufriedenheit und soziale Zugehörigkeit gewinnt. Bisher leisten Schulen zu wenig, um sie zu entwickeln.

Durch die Entwicklung einer zeitgemäßen Pädagogik möchte die Deeper Learning Initiative Impulse für eine Bildung für Menschen in der Welt des 21. Jahrhunderts geben.

WARUM WIRD DEEPER LEARNING WICHTIG?

Globalisierung und technologischer Fortschritt verändern die Welt, die Gesellschaft und damit auch die Anforderungen an Bildung. Das 21. Jahrhundert ist geprägt von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz. Als „Deep Learning“ wird dabei das Lernen von Maschinen beschrieben, die durch künstliche neuronale Netze die Arbeitsweise des Gehirns simulieren. Computer können so schon heute Gesichter erkennen, fremdsprachige Texte übersetzen oder Fahrzeuge selbst steuern. Nicht nur im GO-Spiel, sondern auch beim Debattierwettbewerb haben Computer schon menschliche Teilnehmende besiegt. Was bedeutet das für menschliches Lernen?

Wenn Maschinen lernen können, wird auch der Mensch in der Zukunft anders lernen. Genuin menschliche Fähigkeiten zur Kommunikation, zur Kollaboration und zum kreativen Problemlösen in komplexen Prozessen gewinnen sehr stark an Bedeutung. Lernen wird mehrdimensional und verbindet kognitive, sozial-emotionale und metakognitive Prozesse in anspruchsvollen Lernprojekten und reichhaltigen Lernumgebungen. Die Konsequenz des Deep Learning von Maschinen ist ein „Deeper Learning“ von Menschen.  

UNSER VERSTÄNDNIS VON DEEPER LEARNING

Unter Deeper Learning verstehen wir ein Lernen, in dem

  • lehrerzentrierte instruktive Phasen und schülerzentrierte ko-konstruktive und ko-kreative Phasen einander ergänzen und somit Lernprozesse sinnvoll strukturiert werden.
  • die Möglichkeiten der Digitalisierung genutzt werden, um schulisches Lernen durch Wissen und Expertise von außen zu erweitern und mit diesem Wissen erforschend, problemlösend und kreativ zu arbeiten.
  • unterschiedliche soziale Formate in Arbeitsprozessen zum Tragen kommen, darunter die Arbeit in Teams und die Kooperation mit Expert/innen.
  • Lernende eigene Entscheidungen im Lernprozess treffen können und Ergebnisse ihres projektorientierten Arbeitens authentisch und kreativ präsentieren.  
  • Lehrpersonen adaptiv handeln, um den Aufbau kognitiver Strukturen und sozialer sowie metakognitiver Fähigkeiten bei den Lernenden zu fördern und sie in ihrer projektorientierten Arbeit durch fachliche und pädagogische Expertise zu unterstützen.

 

UNSER LEITBILD

Wir verstehen uns als ein Innovationszentrum für die konzeptionelle Weiterentwicklung und wissenschaftliche Erforschung von Lehr-Lernprozessen, die auf ein Deeper Learning abzielen. Wir arbeiten in der Entwicklung dieses Lernens mit Kooperationsschulen und anderen Partnern zusammen und betrachten die Kooperation aller Beteiligten dabei als ein innovatives Ökosystem mit dem Ziel, neueste Erkenntnisse aus der internationalen Bildungsforschung aufzugreifen, Wissen und Erfahrungen zu teilen und zukunftsorientierte Lernprojekte ko-konstruktiv zu entwickeln. So schaffen wir eine institutionelle Verbindung zwischen Lehrerausbildung und schulischer Praxis, um angehende Lehrkräfte zeitgemäß auszubilden, Impulse für eine zukunftsorientierte Schulentwicklung zu geben und Unterricht gemeinsam weiterzuentwickeln.

Unser Ziel ist die Entwicklung einer Lernkultur, die Heranwachsende dabei unterstützt ihre individuellen und kollektiven Potenziale zu entfalten und zu aktiven Gestaltern der Zukunft zu werden.