Verdeckter Rassismus? Antiziganismus im Kontext von Medien und Bildung

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Heidelberg School of Education
Voßstraße 2
Gebäude 4330
69115 Heidelberg
Deutschland

Terrasse

EINE VERANSTALTUNG DER REIHE „GESPRÄCHE AUF DER HSE-TERRASSE“

Foto der HSE-Terrasse im Abendlicht, links begrenzt von einem großen Baum.
Bild: © Dennis Dietz

Antiziganismus stellt als Feindlichkeit gegenüber Sinti*zze und Rom*nja eine spezifische Form von Rassismus dar, die noch immer kaum ins gesellschaftliche Bewusstsein getreten ist. Dabei kommt seiner Erforschung im deutschen und europäischen Kontext mit Blick auf historisch verwurzelte und rassistische Praktiken eine besondere Relevanz zu. Insbesondere Medien spielen bei impliziten und expliziten Repräsentationen von Antiziganismen eine wichtige Rolle. Medial vermittelte antiziganistische Deutungsmuster wirken in die Gesellschaft und damit auch in den Bereich der Bildung und Schule.

Das Projekt „Mediale Antiziganismen – Von der interdisziplinären Analyse zur kritischen Medienkompetenz (MeAviA)” möchte durch interdisziplinäre Medienanalysen einen Beitrag zur Erforschung von Antiziganismus in den Bereichen Film, Kinder- und Jugendliteratur und öffentliche Berichterstattung leisten. Die Ergebnisse der Medienanalyse sollen für die Entwicklung digitaler Bildungsmaterialien für eine antiziganismus- und rassismuskritische Lehrkräftebildung verwendet werden.

Inhaltliche Impulse für die anschließende Diskussion setzen Prof. Dr. Michael Haus und Özge Uslu, die das Konzept und erste Erkenntnisse aus dem Verbundprojekt präsentieren. Aus der Perspektive einer Lehrkraft beleuchtet Nicole Krüger die Relevanz des Themas im schulischen Kontext und zeigt basierend auf erinnerungspolitischen Projekten sowie Demokratieprojekten an der Schule auf, wie antiziganismuskritische Bildung systematischer und nachhaltiger in das Schulleben integriert werden kann.

Im Anschluss besteht wie immer Gelegenheit, sich in ungezwungener Runde mit den Referent:innen und Gästen auszutauschen.

REFERENT:INNEN

Prof. Dr. Michael Haus ist geschäftsführender Direktor der HSE seitens der Universität Heidelberg und Professor für Moderne Politische Theorie am Institut für Politische Wissenschaft. Er ist Verbundleiter des MeAviA-Projekts und betreut im Rahmen der kritischen Medienanalyse den Bereich „Analyse öffentlicher Berichterstattung“.


Nicole Krüger ist Lehrerin an der Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule in Ober-Ramstadt. An der integrierten Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe ist die studierte Politologin und Musikwissenschaftlerin Fachsprecherin für Gesellschaftslehre. Darüber hinaus verantwortet sie das Medienkonzept und ist Schulbeauftragte und Organisatorin für den Wettbewerb Jugend debattiert. Als Mitglied des Netzwerks ökonomische Bildung Hessen führt Krüger ferner Lehrkräftefortbildungen im Bereich sozioökonomischer Bildung durch.


Özge Uslu ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im MeAviA-Projekt und arbeitet in diesem Rahmen zur Analyse antiziganistischer Deutungsmuster in der öffentlichen Berichterstattung sowie zur Bürgerrechtsbewegung von Sinti*zze und Rom*nja.

WEITERE INFORMATIONEN UND ANMELDUNG

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Bei schlechtem Wetter verlegen wir die Gespräche (auch kurzfristig) in den Konferenzraum der HSE, der direkt an die Terrasse anschließt.

GESPRÄCHE AUF DER HSE-TERRASSE

Die „Gespräche auf der HSE-Terrasse“ sind eine lebendige Veranstaltungsreihe für Forschende, Studierende und Lehrkräfte aus Heidelberg und Umgebung. Bei Getränk, Musik und Abendsonne können hier Menschen aus Schule, Akademie und Lehrkräftebildung miteinander zu aktuellen und kontroversen Themen ins Gespräch kommen. Dazu präsentieren Mitglieder der HSE-Forschungs- und Transfercluster gemeinsam mit Heidelberger Lehrer:innen pointierte Forschungs- und Erfahrungsberichte zu aktuellen Fragen. Im Fokus stehen gesellschaftlich relevante Themen, die auch und gerade für den Unterricht in Seminarräumen und Klassenzimmern von zentraler Bedeutung sind.

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