Literatur in der Krise? Perspektiven für den fremdsprachlichen Literaturunterricht

Universität Heidelberg
Seminar für Klassische Philologie
Marstallhof 2
69117 Heidelberg
Deutschland

ABSCHLUSSTAGUNG ZUM PLACE-PROJEKT MIT VORTRÄGEN UND WORKSHOPS

Bücherstapel mit Notizblock und Stift
Bild: © Debby Hudson / Unsplash

In einer leistungsorientierten Gesellschaft und einem kompetenz- und berufsorientierten Bildungssystem gerät die Lektüre literarischer Texte schnell einmal auf die Abschussliste. Nicht nur im Klassenzimmer muss man sich häufig auf starken Gegenwind einstellen, sondern auch an Universitäten selbst wird die Legitimität des Literaturunterrichts bisweilen infrage gestellt.

Vor dem Hintergrund dieser Legitimitätskrise der Literatur ist es das Ziel eines Forschungsprojekts im Rahmen der PLACE-Fellowships für Studierende, den Stellenwert des  Literaturunterrichts im baden-württembergischen Fremdsprachenunterricht am Gymnasium anhand der Fächer Latein und Französisch zu bestimmen. Die in diesem Rahmen geplante Tagung soll sowohl Studierende und Lehrkräfte als auch Expert/innen der Fachdidaktik und Fachwissenschaften ins Gespräch bringen und als Ideenwerkstatt Handlungsperspektiven entwickeln. In der Zweiteilung der Tagung in theoriegeleitete Vorträge und praxisorientierte Workshops spiegelt sich die angestrebte enge Verzahnung von Fachwissenschaft und Fachdidaktik wider.

Am Vormittag nehmen Dr. Herle-Christin Jessen, Christian Haß und Prof. Dr. Johannes Odendahl in ihren Vorträgen die Literaturdidaktik und insbesondere den Erwerb literarischer Kompetenzen in den Blick. Die Vorträge widmen sich nicht nur einer Reflexion vor dem Hintergrund französischer und lateinischer Literatur, sondern bieten auch eine sprachenübergreifende, kritische Auseinandersetzung mit der Vermittelbarkeit und Messbarkeit von literarischem Verstehen. Am Nachmittag geben Workshops Einblick in die Praxis: Vier erfahrene Lehrkräfte zeigen in kleiner Runde die Vielfalt und Potenziale des Literaturunterrichts auf.


PROGRAMM

09:15–9:30 Uhr: Tagungseröffnung und Begrüßung


09:30–10:30 Uhr: Vortrag mit anschließender Diskussion


10:30–11:00 Uhr: Kaffeepause


11:00–12:00 Uhr: Vortrag mit anschließender Diskussion

  • Christian Haß (Seminar für Klassische Philologie, Universität Heidelberg)

12:00–13:00 Uhr: „Literarisches Verstehen – eine vermittel- und messbare Kompetenz?“
Vortrag mit anschließender Diskussion


13:00–15:00 Uhr: Mittagspause mit individueller Verpflegung


15:00–16:00 Uhr: Workshop-Linie 1 (Details folgen)


16:15–17:15 Uhr: Workshop-Linie 2 (Details folgen)


WEITERE INFORMATIONEN

Die Veranstaltung richtet sich an Studierende der Universität Heidelberg und der Pädagogischen Hochschule Heidelberg mit Berufsziel Lehrer/in, junge Wissenschaftler/innen aus dem Bereich der Philologie sowie bereits im Beruf stehende Lehrerinnen und Lehrer aller Schultypen.


ANMELDUNG

Die Vorträge stehen Interessierten ohne vorherige Anmeldung offen.
Die Workshops sind auf jeweils 15 Personen begrenzt; wir bitten um Anmeldung per E-Mail an Literatur-Tagung@web.de bis spätestens 07.11.2020. Bitte nennen Sie hierbei Ihren Namen und Vornamen und teilen Sie uns mit, ob Sie Lehrkraft oder Studierende/r sind.

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