Mehr populäre Kultur wagen: Zur Integration von Populärkultur in der Lehrer*innenbildung

PROJEKTVERANTWORTLICHE

PROJEKTPARTNER

PROJEKTBESCHREIBUNG

Noch immer ist die Beziehung von kultureller Bildung und populärer Kultur schwierig. Gerade in den öffentlich geführten Diskussionen zum Thema ‚Bildung‘ bleibt das Populärkulturelle weithin außen vor – die im Populären und über das Populäre gemachten Bildungserfahrungen scheint es nicht zu geben, denn Populärkultur gilt als kommerziell, eingängig, flach und banal sowie als eine Erscheinung, die unreflektiert konsumiert wird. Doch Populärkultur und kulturelle Bildung schließen sich nicht aus, sie sind im Gegenteil sogar integraler Gegenstand der ästhetischen (Alltags-)Praxis. Das Vorhaben rückt das reziproke Verhältnis von Bildung und Populärkultur in den Vordergrund und sucht zugleich die normativ geprägte gesellschaftliche Bildungsdebatte zu bereichern. Es ist damit nicht nur von wissenschaftlicher, sondern von besonderer gesellschaftlicher Relevanz und Ausdruck gesellschaftlicher Verantwortung. Denn mit dem Populärkulturellen wird in den Bildungsdebatten ein wesentlicher Teil der Kultur inklusive seines Publikums ausgeblendet, ja bisweilen stigmatisiert. Dabei ermöglicht populäre Kultur auf unterschiedliche Art und Weise Bildungserfahrungen, bietet Lernanlässe, vermittelt Werte und Wissen und vermag zur Identitätsbildung beizutragen.

Vor diesem Hintergrund möchte das beantragte Projekt die beiden bisher wenig aufeinander bezogenen Felder zusammenführen und das pädagogische Potential von Populärkultur in Bildungsprozessen ausloten. Dies wird erstens auf einer theoretischen Ebene geschehen, zweitens über eine Podiumsdiskussion mit einschlägig in kultureller Bildung und populärer Kultur ausgewiesenen Expert/innen und drittens über die Erarbeitung und Umsetzung von zwei Unterrichtsvorschlägen zum Thema „Star Trek“ (inkl. Unterrichtsmaterial).