Die Zukunft ist gestaltbar – Fünf Thesen zum Status quo Kultureller Bildung in Deutschland

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Heidelberg School of Education
Voßstraße 2
Gebäude 4330
69120 Heidelberg
Deutschland

Konferenzraum

ÖFFENTLICHER ABENDVORTRAG VON PROF. DR. VANESSA-ISABELLE REINWAND-WEISS

Das Bild zeigt auf mattrotem Hintergrund eine Seitenansicht des Denkers von Rodin, der eine VR-Brille trägt. Die Hinterseite der Skulptur löst sich in Pixel auf, die nach links ins Bild wehen. Bild: © AdobeStock_240533596
Bild: © 3Dsculptor/AdobeStock

Der Latinist Manfred Fuhrmann hat einst in seinem bemerkenswerten Buch Bildung. Europas kulturelle Identität die provokante These aufgestellt, dass die Begriffe „Bildung“ und „Kultur“ in einer gewissen Opposition zueinander stehen würden. Bildung verstand er dabei als „Form“, durch die  Menschen an Kultur teilhaben. Durch diesen Prozess würde Bildung immer mehr an die Stelle des umfassenderen Begriffs der „Kultur“ rücken. Auch wenn man diese Ansicht nicht teilen mag, ist es doch eine bemerkenswerte Feststellung, dass im Deutschen anders als etwa in Englisch, Französisch oder Italienisch zwischen den Konzepten „Kultur“ und „Bildung“ unterschieden wird. Erst die Wortschöpfung der „Kulturellen Bildung“ ermöglicht es, diese beide Begriffe wieder zusammenzuführen.

Doch welche Forschungsfelder eröffnen sich in diesem Bereich und welche Bedeutung und welches Potenzial hat Kulturelle Bildung im Hinblick auf den Schulunterricht und die Lehrkräftebildung? Zu diesen spannenden Fragen wird die Leiterin der Bundesakademie für Kulturelle Bildung in Wolfenbüttel, Prof. Dr. Vanessa-Isabelle Reinwand-Weiss, in ihrem Abendvortrag fünf kontroverse Thesen vorstellen, die anschließend im Plenum noch ausführlich diskutiert werden können.

REFERENTIN

Prof. Dr. Vanessa-Isabelle Reinwand-Weiss hat Pädagogik, Theater- und Medienwissenschaft, Philosophie und Italoromanistik an der Universität Erlangen-Nürnberg studiert und ist seit 2012 Direktorin der Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel sowie Professorin für Kulturelle Bildung an der Universität Hildesheim. Zu ihren Arbeitsschwerpunkten zählen ästhetische und Kulturelle Bildung, Bildungstheorie, frühkindliche Bildung und empirische Methoden Kultureller Bildung. 2010 gründete sie gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen das bundesweite „Netzwerk Forschung Kulturelle Bildung“. 2012 gab Prof. Dr. Reinwand-Weiss zusammen mit Kollegen das erste Handbuch für Kulturelle Bildung heraus, das seit 2013 auf der Wissensplattform Kulturelle Bildung Online weitergeschrieben wird. Seit 2012 ist sie zudem Mitglied im Rat für Kulturelle Bildung und in zahlreichen weiteren kulturpolitischen Gremien aktiv. Als Expertin für Kulturelle Bildung forscht und publiziert sie kontinuierlich, hält Vorträge und arbeitet aktiv an der Etablierung und Ausweitung des Feldes der Kulturellen Bildung mit.

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