Völkerkundemuseum
der J. & E. von Portheim-Stiftung für Wissenschaft und Kunst
Hauptstr. 235
69117 Heidelberg
Deutschland
DAS SPIEL ALS GEGENSTAND UND METHODE DER KULTURELLEN BILDUNG
Ein Objekt, viele Perspektiven, unzählige Geschichten:
Uschy Szott, Nicholas Humphrey, Daniel Vetter, Friederike Elias und Alban von Stockhausen erzählen, fragen, lachen und widersprechen sich zu und mit ausgewählten Objekten aus der aktuellen Ausstellung „Spielwelten“. Spontan, dialogisch und offen, für Perspektivwechsel, emotionale Zugänge und kreatives Erzählen im gemeinsamen Gespräch mit dem Publikum – bei gutem Wetter im schönen Museumsgarten.
Ganz nebenbei öffnet sich dabei auch ein Resonanzraum für die Lehrkräftebildung: Wie lassen sich spielerische Zugänge, ästhetische Erfahrungen und multiperspektivisches Erzählen in pädagogische Kontexte übersetzen? Welche Impulse entstehen für einen Unterricht, der Neugier weckt, Beteiligung ermöglicht und Kulturelle Bildung lebendig macht? Ohne erhobenen Zeigefinger, dafür mit viel Praxisnähe und Inspiration lädt der Abend dazu ein, Spiel als ernsthafte – und zugleich überraschend leichte – Ressource für Bildung zu entdecken.
REFERENT:INNEN
- Dr. Friederike Elias ist Soziologin mit einem besonderen Interesse für die Dynamiken von Gesellschaft, Arbeit und Digitalisierung. Nach ihrer Promotion an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg widmete sie sich in Forschung und Projektarbeit intensiv Fragen der globalen Managementkulturen und sozialen Praktiken. Neben ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit war sie in interdisziplinären Projekten in den Bereichen Wissenschaftsmanagement und Wissenschaftstransfer aktiv. Seit 2023 ist sie als Verwaltungsdirektorin im Völkerkundemuseum tätig.
- Nicholas Humphrey (Theaterpädagoge, PH Heidelberg); nähere Informationen folgen.
- Dr. Alban von Stockhausen ist Ethnologe und Kurator. Mehrjährige Forschungsprojekte führten ihn unter anderem nach Nordostindien und Nepal, wo er sich mit Fragen zu lokalen Identitäten, Mythologien, Ritualpraktiken, aber auch historischen Fotografien und Museumssammlungen auseinandersetzte. Im Rahmen verschiedener Museumstätigkeiten kuratierte von Stockhausen zahlreiche internationale Ausstellungen und engagierte sich in der Lehre, unter anderem an den Universitäten Wien, Zürich, Bern und London. Von 2015 bis 2022 war von Stockhausen Kurator für Ethnographie am Bernischen Historischen Museum. Seit Januar 2023 leitet er das Völkerkundemuseum der von Portheim-Stiftung in Heidelberg. Im Rahmen seiner Tätigkeit entwickelt er das Museum in puncto Vermittlung und Forschung weiter.
- Uschy Szott (Leiterin Tanz, Haus der Jugend); nähere Informationen folgen.
- Dr. Daniel Vetter ist Soziologe mit Faible für Theorie, politische und Kultursoziologie. Als Mitarbeiter der Heidelberg School of Education gilt sein besonderes Interesse der (inter-)kulturellen Bildung. Inspiriert von Georg Simmel hat er die Frage im Gepäck, was Spiele über unser Zusammenleben verraten – und welche Möglichkeiten und Grenzen sich daraus für interkulturelle Bildungsprozesse ergeben.
WEITERE INFORMATIONEN | ANMELDUNG
Die Veranstaltung lädt Lehramtsstudierende, Dozierende und Lehrkräfte, aber auch alle darüber hinaus Interessierten dazu ein, in lockerem Ambiente Kulturelle Bildung aus einer neuen, spielerischen Perspektive zu erleben und für die eigene Praxis weiterzudenken.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.